Integrationsmethoden - Frankfurter-Rats

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Integrationsmethoden


Zum Thema Integration gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir haben uns dazu entschlossen euch zwei Methoden genauer zu beschreiben. Diese Methoden wurden bereits mehrfach getestet und führen meistens zum Erfolg. Einmal ist das die Standardmethode in Deutschland und einmal die Standardmethode in England. Welche Methode für euch die richtige ist, könnt ihr natürlich selber entscheiden :)


Vor jeder Integration empfehlen wir eine Quarantäne von 2 Wochen zu machen. Um Parasiten und andere ansteckende Krankheiten auszuschließen.

In dieser Zeit sollten die Tiere in getrennten Räumen gehalten werden, so verhindert man auch ungewollte Aggressionen der Tiere, die durch den Geruch der neuen Mitbewohner irritiert sind. Wir halten es nicht für nötig dass während dier Zeit das Tier in einem Mindestmaßkäfig untergebracht werden muss, wobei größer natürlich immer besser ist. Ein Hamsterkäfig von 50 x 80 x50 cm (TxLxH) reicht jedoch völlig aus. Das Tier kommt ja nach ablaufen dieser Frist und nachfolgender Integration in ein schönen Käfig (mehr zum Thema Mindestmaße und artgerechte Haltung findet ihr in dem dazu gehörigen Dokument)

1. Deutsche Standardmethode:

Wichtig: Die Tiere werden bitte nicht getrennt nur weil sie sich unterwerfen, sich zwangsputzen, etc. Dieses Verhalten ist wichtig und dient zur Rangordnungsbildung. Solange keine blutigen Verletzungen entstehen werden die Tiere bitte nicht getrennt.

-Die Tiere sollten während der ganzen möglichst nicht in einem Raum stehen. Ihr fangt damit an, dass die Tiere sich an einem kleinem neutralen Ort begegnen (viele nehmen dazu die Badewanne/Dusche, ein abgesperrter kleiner Bereich tut es jedoch auch!) für maximal 5 Minuten je nachdem wie sich die Tiere verstehen. Kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen oder starken Aggressionsverhalten werden die Tiere bitte SOFORT getrennt!

-Überstehen alle das erste Treffen unbeschadet fahrt ihr die nächsten Tage weiter fort und erhöht die Dauer der Treffen täglich um 5 – 10 Minuten. Klappt es bis zu zwei Stunden in dem kleinem Bereich könnt Ihr mit dem nächsten Schritt beginnen.

-Der nächste Schritt findet im Auslauf des Stammrudel statt. Dieser ist bitte frei von Einrichtung. Dort treffen sich die Tiere wieder erst 5 Minuten und werden dann wieder getrennt. Ihr verfahrt also gleich wie bei dem ersten Schritt, jeden Tag die Zeit verlängern. Nach und nach könnt ihr Häuschen, Sputniks, Tunnel mit dazu nehmen. Verstehen sich die Tiere zwei bis vier Stunden, sie fressen zusammen und liegen sie auch schon zusammen und kuscheln miteinander? Dann kann man zum letzten Schritt übergehen.

-Der Käfig für das neu gebildete Rudel wird gründlich geputzt, die Einrichtung sollte evtl. auch umgestellt werden und dann kann auch schon das komplette Rudel einziehen.

Manchmal kommt es vor dass es die ersten paar Tage im Käfig noch zu Streitereinen kommt, das ist jedoch völlig normal, auch hier gilt, endet nichts blutig ist alles in Ordnung.

2. Englische Standardmethode (Transportboxmethode)

Diese Inti ist quasi die Schocker-Variante... Dafür aber meistens schon nach 2-3 Wochen komplett beendet. Bei mir hat es super geklappt und bei Allen denen ich es weiter gegeben habe bisher auch ausnahmslos. Dennoch muss es nicht immer funktionieren.

Vorbereitung:

- kleinen neutralen Raum absichern (Dusche/Wanne/Bett/..)

- in eine Katzentransportboxen (oder etwas ähnlicher Größe) etwas einsteu verteilen und Futter auf dem Boden verteilen. Zudem mind. 2 wasserquellen (Flaschen/Näpfe) befestigen.

Zudem benötigt:

Ggf. kleiner Intikäfig - hergerichtet wie die Box

Bei der Trabo-Inti werden die Tiere wie bei einer herkömmlichen Integration erstmal zusammen auf engem, neutralen Raum laufen gelassen (z.B. In der Badewanne, auf dem Bett,..)

- wenn die neuen Tiere schüchtern sind sollte man nicht Heldin das ganze Rudel auf die loslassen sondern ggf nach und nach das Rudel dazu setzen (startend beim ruhigsten und endend beim Rudelchef)

- Sobald die Tiere sich in der Wanne beruhigt haben, stellt man die präparierte Transportboxen zu Ihnen. Diese können Sie etwas erkunden und beschnuppern.

- Nachdem sie dann verstanden haben, dass von der Box keine Gefahr ausgeht werden alle Nasen in die hinein gesetzt und die Tür geschlossen.

- In der Box gehen die Tiere üblicher Weise nicht auf einander los, weil es zu eng ist und die Gefahr sich selbst oder ein Rudelmitglied zu verletzen extrem hoch ist. Sie bilden eine Zweckgemeinschaft nach dem Motto "wir können es ja eh nicht ändern" und geben sich Gegenseitig Sicherheit. (Ähnlich Angst-Haufen bei herkömmlichen Integrationen)

-Die Tiere bleiben 24h, am besten über Nacht und den folgenden Tag in ihrer Box.Ich hatte sie für den Notfall (welcher nicht eingetreten ist) neben meinem Bett stehen.

Nun gibt es 2 Varianten fortzufahren:

A:

Am Folgetag ziehen die Nasen in den kleinen Käfig. Darin bekommen sie 1-3 Offene HäMas. (Keiner soll die Chance bekommen Besitzansprüche zu stellen und sie sind weiter verpflichtet sich miteinander zu beschäftigen.

An Tag 2 ein Häuschen dazu & das Futter kommt statt auf den Boden in den Napf (Frifu evtl noch 1,2 Tage länger verteilen).

Tag 3-5/6: jeden Tag kommt etwas mehr Einrichtung dazu.

Wenn es mit kompletter Einrichtung gut geht dürfen die Tiere in ihren späteren (gründlich geputzten Käfig ziehen). Hier bekommen sie direkt Näpfe. Die Einrichtung zieht wieder nach und nach ein.

Wenn der Käfig sehr groß ist sollte man evtl nicht direkt alle Etagen freigeben, damit sie sich den Käfig nicht "oben & unten" aufteilen oder ähnliches.

B:

bei einem Käfig wie dem Dom oder auch wie bei vielen Schrankeigenbauten können die Tiere auch direkt aus der Box in das neue Heim ziehen.. Dann sollte langsamer als beim Intikäfig verfahren werden.. Nach und nach kommt die Einrichtung.. Und (je nach etagengrösse) alle 1-2 Tage eine neue Etage dazu).

Diese tolle Beschreibung der Methode wurde uns freundlicherweise von „Rattenstark“ zur Verfügung gestellt!


3. Babyintetragtion

Diese Methode sollte nur angewendet werden wenn sich alle Tiere noch unter 12 Wochen alt sind, da sich ca. ab 12 Wochen das Revierverhalten bildet (Bei manchen früher, bei manchen später, auf der ganz sicheren Seite ist man, wenn alle Tiere unter 10 Wochen sind)

Diese Methode ist denkbar einfach, man setzt die Babys einfach alle auf einem neutralen Boden zusammen und wartet. Normal verstehen sich die Jungtiere sofort gut miteinander, da sie in diesem Alter meist nur spielen im Kopf haben. Verstehen sich die Tiere über eine Stunde lang gut können sie zusammen in den Käfig ziehen und fertig.

4. Integration von Jungtieren (unter 12 Wochen) und adulten Tieren (über 12 Wochen)

Immer mehr Halter berichten von sehr erfolgreichen Integrationen von Jungtieren und adulten Tieren. Die adulten Tiere sehen die Jungtiere als Konkurrenz an und so wird die Integration leichter. Zudem lernen die Jungtiere von den adulten Tieren das richtige Verhalten im Rudel. Bei solchen Integrationen kann man bei de oben genannten Methoden verwenden.

Hier gibt es aber auch eine Gegenseite, die dringend davon abrät, adulte Tiere und Jungtiere miteinander zu integrieren.

-Die Jungtiere können sich schlechter gegen die adulten Tiere wehren (im Normalfall greift ein adulten Tier aber auch kein Jungtier an, da es für ihn keine Konkurrenz darstellt und die Jungtiere sollen sich auch nicht wehren sondern unterwerfen)

-Jungtiere werden sofort tot gebissen (Bei jeder Intregration kann es im schlimmsten Fall zum Tod eines Tieres kommen)

Wir sehen diese Methode kritisch, auch wenn sie bei vielen Haltern mit sozialen Rudeln problemlos funktioniert, raten wir davon ab als Integrationsanfänger oder als kompletter Rattenanfänger so eine Integration durchzuführen.
 
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